Geschichte von Obergerlafingen
In der Amtei Kriegstetten wird 1278 erstmals der Name Obergerolfingen zusammen mit Niedergerolfingen, dem heutigen Gerlafingen, erwähnt (in lateinischen Texten er-scheint der Name auch als Oburgeroluingen). Es wird vermutet, dass beide Orte bis zu diesem Zeitpunkt zur Herrschaft Koppigen gehörten. Danach handelte es sich um zwei politisch unabhängige Dörfer in den Kirchgemeinden Kriegstetten bzw. Biberist.

Der Name Gerolfingen beruhte auf Nachkommen eines Allemannen namens Gerolf
im 6. Jahrhundert.

Im Jahre 1335 erschienen erstmals die neuen Namen Ober- bzw. Niedergerlafingen. Die alten Namen treten aber immer noch bis ins 16. Jahrhundert parallel dazu in Erscheinung.

Die Schreibweise des Ortsnamens war nicht immer klar definiert. Es existierten auch Abarten wie -gerolvingen oder später -gerlofingen, -gerloffingen, -gerlaffingen,
-gerlenfingen oder -gerlefingen. Manchmal wurde auch die Vorsilbe "Ober" getrennt geschrieben.


Demografie:

Obergerlafingen war bis Ende des 18. Jahrhunderts ein reines Bauerndorf und erreichte vermutlich kaum mehr als 50 Einwohner. Im 19. Jahrhundert expandierte jedoch die Bevölkerung durch Wegpendler des Von Roll’schen Eisenwerkes in Gerlafingen (ab 1811) und der Papierfabrik in Biberist (ab 1862). Dabei entstanden Gewerbebetriebe von zum Teil regionaler Bedeutung. Erst waren es Kleinbetriebe und später gar mittelgrosse Betriebe.


Entwicklung der Einwohnerzahlen:
1850: 136 
1860: 137
1880: 185
1900: 378
1950: 659
1960: 788
1970: 888
1990: 1018
2000: 1104
2010: 1150


Infrastruktur:
1844: eigene Schule
1854: eigene Poststelle
1864: Bau des ersten Schulhauses
1898: Bau der Rabizoni-Niederdruckwasserversorgung
1899: Bau eines neuen Schulhauses
1910: elektrische Versorgung mit eigenem Kraftwerk
1930: erste Telefonstation mit Telegrafendienst
1931: Anschluss an die Gasversorgung
1962: Anschluss an die Hochdruckwasserversorgung
1974: Anschluss an die ARA
1983: Erweiterung des Schulhauses mit einer Mehrzweckhalle
2010: Neues Feuerwehrmagazin (zusammen mit Gerlafingen)
Weitere Informationen sind auf den Seiten des Staatsarchives des Kanton Solothurn zu finden.


Zeitreise

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Luftbild 1966:                                          Luftbild 2007 (© P. Brotschi):
Karte aus dem Jahr 1832: